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KEINE RESONANZ AUF IHRE BEWERBUNG? DARAN LIEGT’S …

4 Bewerbungs-Fehler und wie Sie sie beheben

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Job. Sie wollen, dass Ihre Bewerbung Aufmerksamkeit erweckt und Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Sie schreiben fleißig Bewerbungen. Schließlich wollen Sie schnellstmöglich wieder in ein Anstellungsverhältnis. Nur dummerweise erhalten Sie keine Resonanz auf Ihre Bewerbungen. Sie sind frustriert und haben keine Ahnung, was Sie anders machen können.

Bevor Sie der Mut verlässt und Sie an Ihren Qualifikationen zweifeln, lesen Sie woran es liegt, dass das ersehnte Vorstellungsgespräch auf sich warten lässt.

 

4 Bewerbungs-Fehler und wie Sie sie beheben

Hier sind vier Gründe, warum Ihre Bewerbung nicht den gewünschten Erfolg hat. Und vier Tipps, was Sie dagegen tun können.

 

#1 Ihr Anschreiben geht nicht auf die Anforderungen im Stellenangebot ein

Das Anschreiben beinhaltet Passagen wie:

Meine beruflichen Erfahrungen und Qualifikationen entsprechen exakt den Anforderungen und Erwartungen Ihrer Stellenbeschreibung.

Weitere Details würde ich gerne in einem persönlichen Gespräch erläutern.

Statt auf konkrete Erfahrungen, Kenntnisse und Qualifikationen einzugehen wird auf weitere Informationen im Lebenslauf und den Zeugnissen bzw. auf das angestrebte Gespräch verwiesen.

Mein Tipp:
Verfolgen Sie bei der Formulierung des Anschreibens das Ziel, den potentiellen Arbeitgeber auf Ihre Person neugierig zu machen.

Berücksichtigen Sie dabei, dass
1.    das Anschreiben, in der Regel das erste Dokument ist, was bei der Bewerberauswahl gelesen wird
2.    das für das Lesen des Anschreibens in der Regel nur wenigen Sekunden aufgewendet werden
3.    das Ihr Anschreiben bereits Antworten auf die Kernanforderungen der Stellenausschreibung beinhaltet

 

3 konkrete Schritte, die Ihnen helfen, im Bewerbungsanschreiben zu überzeugen, finden Sie in meinem E-Book

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#2  Ihr Anschreiben enthält eine Rechtfertigung für die Kündigung des letzten Arbeitgebers, den Umzug oder Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Nachdem die Firma x , in der ich 19 Jahre als Mitarbeiterin im Vertriebsinnendienst tätig war, im letzten Monat Insolvenz angemeldet hat, suche ich jetzt eine neue Herausforderung im Bereich der Auftragsabwicklung.

Zum einen trägt diese Aussage weder dazu bei, neugierig zu machen noch von den Erfahrungen, Qualifikationen und Stärken Ihrer Person zu überzeugen. Stattdessen vermitteln Sie dem potentiellen Arbeitgeber gegenüber mit dieser Aussage: Ich bewerbe mich nur bei Ihnen, weil mein alter Arbeitgeber nicht mehr existiert.

Mein Tipp:
Konzentrieren Sie sich im Anschreiben auf die Aussagen, die den Leser motivieren, Sie kennen zu lernen.

Neben den Qualifikationen, Erfahrungen und Stärken sind das vor allem die Begeisterung für das berufliche Thema wie zum Beispiel Ihre Leidenschaft, die Gesundheit von Menschen zu verbessern oder als begeisterter Zahlenjongleur, abstrakte Zahlen transparent darzustellen, und das zukünftige Unternehmen.

Rechtfertigungen jeglicher Art haben in einem Anschreiben, das der Selbstvermarktung dient, nichts verloren!

 

#3 Sie vermitteln Unsicherheit durch die Verwendung von würde, könnte, möchte

Ich könnte zum 1.3. 2017 bei Ihnen anfangen.
Ich möchte bei Ihnen neue Erfahrungen sammeln und Ihr Team durch meine Leistungen unterstützen.
Ich würde mich sehr über ein persönliches Gespräch mit Ihnen freuen, um weitere Einzelheiten über den Einstieg bei Ihnen zu erfahren.

Kleine Worte mit großer Wirkung. Worte im Konjunktiv (Möglichkeitsform) geben dem Leser nicht nur Interpretationsspielraum sondern lassen den Autor unsicher und mit mangelndem Selbstvertrauen erscheinen.

Die o.g. Formulierungen lassen unterschiedliche Interpretationen zu:

Ich könnte

  1. unter der Voraussetzung x bin ich in der Lage
  2. wenn ich wollte
  3. wenn ich die Chance bekomme

 

Die Lösung:
Verringern Sie den Interpretationsspielraum und treffen Sie klare, eindeutige Aussagen.

Statt:
Ich könnte zum 1.3. 2017 bei Ihnen anfangen.
Besser:
Ich bin ab 1.3. 2017 nach Absprache verfügbar.

Statt:
Ich möchte bei Ihnen neue Erfahrungen sammeln und Ihr Team durch meine Leistungen unterstützen.
Besser:
Ich freue mich, Ihr Team durch meine Erfahrungen und Leistungen im Bereich …. zu unterstützen.
(Der neue Arbeitgeber bezahlt Sie nicht, um neue Erfahrungen zu sammeln, sondern um von Ihnen zu profitieren.)

Statt:
Ich würde mich sehr über ein persönliches Gespräch mit Ihnen freuen, um weitere Einzelheiten über den Einstieg bei Ihnen zu erfahren.
Besser:
Ich freue mich über ein persönliches Gespräch, um weitere Einzelheiten über den Einstieg bei Ihnen zu erfahren.
(Auch wenn Sie dringend nach einem neuen Arbeitsplatz suchen, drücken Sie mit dem Wörtchen sehr Ihre Bedürftigkeit aus. Das ist das falsche Signal gegenüber dem Arbeitgeber, der in erster Linie unternehmerisch handelt und Sie nicht aus Wohltätigkeit einstellt.)

 

#4 Vorenthaltung der Gehaltsangabe

Immer häufiger fordern Arbeitgeber in Ihren Stellenausschreibungen den zukünftigen Bewerber auf, in ihrer Bewerbung bereits ihre Gehaltsvorstellungen zu nennen. (Eine Ausnahme bilden Behörden und Unternehmen des öffentlichen Dienstes, die im Gegensatz dazu die Dotierung der jeweiligen Position bereits in der Ausschreibung angeben.)

Aus meinen zahlreichen Gesprächen mit meinen Coaching-Teilnehmern weiß ich, dass diese Aufforderung Unsicherheit und ein ungutes Gefühl auslöst. Um diese Information zu umgehen, formulieren Sie dann Sätze wie

Meine Gehaltsvorstellung würde ich gerne in einem persönlichen Gespräch erläutern.

Was Ihnen an dieser Stelle nicht bewusst ist, ist die Tatsache, dass die Vorenthaltung der in der Anzeige geforderten Gehaltsangabe ein KO-Kriterium sein kann, um Ihre Bewerbung überhaupt zu berücksichtigen. Dies kann natürlich auch zutreffen, wenn Sie sich zu hoch oder auch zu niedrig verkaufen.

Mein Tipp:
Es gibt kein RICHTIG oder FALSCH an dieser Stelle. Und ehrlich gesagt, habe ich mich zeitweise auch schwer getan, konkret eine Gehaltsvorstellung zu nennen.

Doch was nützt es mir, mich irgendwo zu bewerben, ohne dass ich vorher eine Idee davon habe, was ich im Gegenzug für meine Zeit verdienen kann. Ich kann mir entweder diesen  Job nicht leisten oder bin auf Dauer unzufrieden.

Meine Empfehlung ist mit diesem Thema  offen und selbstbewusst umzugehen. Überlegen Sie sich, was Ihnen die angebotene Tätigkeit wert ist und nennen Sie ein Jahresbruttogehalt, dass auch noch einen Verhandlungsspielraum offen läßt.

Wie viel Sie verdienen hängt neben Ihren persönlichen Qualifikationen, Erfahrungen und Stärken von folgenden Einflussfaktoren ab:

·    Ihrem Alter
·    Ihrem Geschlecht – auch im 21. Jahrhundert  immer noch
·    Der Funktion
·    Der Branche
·    Der Mitarbeiterzahl
·    Dem Bundesland
·    Der Unternehmensgröße

Einen ersten Überblick über mögliche Gehälter bieten zum Bespiel Gehaltsportale wie www.gehaltsvergleich.com und www.gehalt.de. Für xing-Premium-Mitglieder werden seit einiger Zeit für die im Stellenmarkt angebotenen Positionen  Gehaltsprognosen angegeben.

 

 

Waren die genannten Tipps hilfreich für Sie? Welche Aspekte waren besonders wertvoll für Sie? Schreiben Sie mir einen Kommentar!

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